Saxophon-Unterricht in Berlin

Tipps rund um das Thema Saxophon

Hilfsmittel zum üben
  • Was kann mich beim Üben unterstützen:
  • ein Notenständer ( du lachst? aber viele Anfänger vermeiden anfangs diese elementare Anschaffung, die das Notenlesen sehr erleichtert)
  • ein Saxophonständer: Man kann zu Hause das Instrument nach dem Üben in den Ständer stellen und spart Zeit beim ein- und auspacken. Putzten sollte man es allerdings trotzdem.
  • Stimmgerät: Um gelegentlich die Tonhöhe zu kontrollieren ist ein Stimmgerät sehr hilfreich. Es gibt mittlerweile Gratis-Apps für das Smartphone
  • Metronom: Einen Teil der Übungszeit sollte man mit dem Metronom üben. Das ist anfangs mühsam, gibt aber rhythmische Sicherheit. Es gibt mittlerweile auch Smartphone-Apps z.B von Steinway
  • Stereoanlage: Zum Anhören von Saxophonisten oder zum Mitspielen von so genannten „play-a-long-CD’s“
    ein Smartphone oder mp3-Player mit Kopfhörern tut's auch.
  • Computer: Es gibt Programme um Musik zu verlangsamen. Das ist sehr hilfreich beim Üben von schwierigen Stücken. Empfehlenswerte Programmen sind z.B. transcribe oder amazing slow downer (gibt es auch als iPod-app), günstiger geht es mit dem VLC Video Player.
  • ein Spiegel um ab und zu den Saxophonansatz zu kontrollieren.

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Was soll ich üben, oder die 3 T's
Einer meiner Lehrer (Ed Tomassi) erklärte immer wieder, dass die „3 t’s“ (tone, time, tunes) das wichtigste sind, was es in der Musik zu üben gibt. Also:

  • Ton: ohne einen guten Ton oder Sound klingt der größte Virtuose nur bescheiden (empfehlenswerte Übungen für die Tonbildung sind: lange Töne aushalten, Oberton-Übungen, Mundstück-Übungen, guten Saxophonisten zuhören und sich selbst zuhören)
  • Time: auch die beste musikalische Idee klingt nur mittelmäßig, wenn sie rhythmisch schlecht gespielt ist und nicht „groovt“ (hier helfen rhythmische Übungen, Artikulations-Übungen, Solotranskriptionen usw.)
  • Tunes (Musikstücke): Mit der Zeit sollte man sich ein Repertoire an Musikstücken aufbauen - möglichst auswendig - das man ständig erweitert. Die Stilistik spielt keine Rolle, allerdings sollte man sich Stücke aussuchen, die einem wirklich gefallen, da man diese ja lange spielen wird.


Saxophon-Blätter (Reeds) Zu diesem Thema hat fast jeder Saxophonist seine eigene Philosophie, d.h. man muss selbst ausprobieren was funktioniert. Jede Blatt-Marke hat Ihren eigenen Schnitt. Deshalb muss man herausfinden welche Blätter gut zu dem eigenen Mundstück passen. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, spielt nicht jedes Blatt aus einer Schachtel gleich gut. Es gibt richtige „Rituale“ um ein Blatt einzuspielen. Diese funktionieren meistens auch wirklich, scheitern aber in der Regel daran, dass sich niemand die Zeit/Disziplin nimmt, um ein Blatt richtig einzuspielen. Für mich hat sich folgendes System bewährt: Ich spiele normalerweise 4 Blätter (gleiche Marke und gleiche Stärke) die ich von 1 bis 4 nummeriere und in einem Reedguard (Behälter für 4 Blätter) aufbewahre. Bei jeder Übungseinheit nehme ich ein Blättchen mit einer anderen Nummer. Durch die ständige Rotation der Blätter merkt man schneller, wenn ein Blättchen nicht mehr gut ist und kann dieses dann durch ein neues ersetzen. Außerdem bleibt der Ansatz dadurch kräftig und man hat bei einem neuen Blättchen keine Schwierigkeiten mit der Einspielzeit.

Schmerzen nach dem Üben Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass man etwas falsch macht, wenn man während oder nach dem Üben Schmerzen hat. Häufige Fehler sind z.B.: dass man mit zuviel Druck vom Unterkiefer spielt und in die Unterlippe beißt. Schulter - oder Rückenschmerzen können davon kommen, dass man den Saxophongurt zu niedrig eingestellt hat, oder beim Spielen die linke Schulter hochzieht. Hier hilft ein Spiegel oder ein Lehrer. Wer ernsthafte Probleme hat, sollte dies mit seinem Lehrer besprechen und eventuell einen Spezialisten aufsuchen. Alexandertechnik-Stunden kann ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen.